Die Ernährung – Ein Update

Ich habe vor ewigen Zeiten mal darüber geschrieben wie ich mir das mit meinem Sohn und der Ernährung so vorstelle. Mittlerweile haben sich meine Ansichten verändert. In einigen Dingen bin ich lockerer, in anderen strenger geworden.

ANFANGS BEKAM ER NOCH FLEISCH
Seit drei oder vier Jahren ernähre ich mich vegetarisch. Mein Mann erst seit einigen Monaten. Auch Simon bekam von mir immer mal wieder Fleisch. Nicht oft, dafür bildete ich mir ein, es sei gutes Fleisch. Aber gibt es das in meiner Welt überhaupt? Ich esse es aus Überzeugung nicht und deshalb ist ein totes Tier für mich einfach tot. Egal ob Bio-Schwein oder Mast-Hühner.
Lange schon haderte ich mit mir und fühlte mich zu keiner Sekunde wohl wenn ich mein Kind Fleisch essen sah.
Die damalige (schlechte) Kinderärztin hatte uns auch noch geraten ihm bis zum zweiten Lebensjahr Fleisch zu geben.
Ich war so blöd das zu glauben.

Nun, seit sich mein Mann ebenfalls dazu entschieden hat kein Fleisch mehr zu essen, habe ich es auch komplett für Simons Ernährung gestrichen. Oder sagen wir mal so, es gibt bei uns zuhause kein Fleisch mehr.
Sind wir zu besuch und der Kleine möchte gerne von Omas Sonntagsbraten kosten, dann darf er das.
Verbieten werde ich es ihm niemals. Ich denke auch nicht, dass Verbote auf Dauer gut sind. Und damit kommen wir gleich zum nächsten Punkt;

SÜßIGKEITEN
Lange Zeit hielt ich Simon fern von Süßkram. Außer Obst, das durfte er schon immer naschen. Schokoriegel, süßes zum Frühstück oder Säfte gab es nicht.
Wasser und Tee. Herzhaftes auf das Toast und auf’s Abendbrot.
Habe ich zum Beispiel Eierkuchen gemacht, dann gab es für Simon immer welche ohne Zucker.

Mittlerweile bin ich etwas lockerer geworden. Er darf gerne mal eine Süßigkeit haben. Honig auf’s Toast und Orangensaftschorle zum Frühstück. Ein Joghurt zum Nachtisch oder ein kleines Stück Schokolade.
Vermutlich bin ich immer noch etwas extrem was das angeht. Andere Kinder sieht man ständig mit Süßkram in der Hand. Da komme ich mir manchmal schlecht vor, weil ich es ihm ja auch gönnen möchte.
Aber dann denke ich mir wieder „Die Mischung macht’s“. Wenn er immer mal wieder etwas besonderes bekommt, dann bleibt es eben auch besonders. Er freut sich immer total wenn er eine kleine Ecke Schokolade ganz für sich alleine hat oder wenn er einen Keks mümmelt. Es ist kein Standard und ich denke dass wir das ganz gut im Griff haben.
Auch hier möchte ich es ihm nicht verbieten und solange er noch gerne zu Trauben, Birnen, Äpfeln und Bananen greift, ist alles in Ordnung.

FETTIGES ESSEN
Ich denke dass ich meistens gesund und ausgewogen koche. Dennoch gibt es mittlerweile auch mal deftiges, fettiges Essen.
Kartoffelpuffer (Reibekuchen), Pommes (die ich neulich tatsächlich zum ersten mal gemacht habe), Pizza, Sahnesoßen, usw.
Das gehört ebenfalls nicht zum Standart, aber darf in meinen Augen auch mal sein.
Früher habe ich Simon auch davon ferngehalten, aber jetzt darf er auch gerne mal ein Stück Pizza naschen.

Wie handhabt ihr das mit der Ernährung? Seid ihr streng oder locker?

Sonnige Grüße.

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Zwanzig Monate

Die letzten beiden Einträge über Simon waren nicht wirklich abwechslungsreich. Nun habe ich aber das Gefühl er hat wieder einen großen Sprung gemacht.
Er wird eigenständiger und eigensinniger.

DER SCHLAF
Wir haben seit einigen Tagen endlich wieder mehr Platz im Bett. Nicht, weil der Kleine etwa in seinem eigenen Bettchen schläft, nein, weil er unter seiner eigenen Decke nächtigt.
Vorher lag er immer mit unter meiner.
Dementsprechend unangenehm war es manchmal für mich, vor allem jetzt in der Schwangerschaft.
Nun liegt er unter seiner eigenen Decke, auf seinem eigenen Kissen und schläft seitdem auch viel ruhiger.
So haben wir alle etwas davon!

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Simons Schlafecke. Die Tiere werden täglich mehr.

MOTORIK
Simon ist etwas geduldiger geworden wenn es darum geht Dinge zusammen zu bauen. Er steckt teilweise längere Strecken mit den Lego Duplo Schienen und setzt anschließend den Zug drauf.
Puzzle meistert er mittlerweile alleine, allerdings haben wir auch nur zwei Stück. Um ehrlich zu sein, glaube ich auch dass er sich den Platz der Teile einfach merkt und deshalb weiß wohin welches Tier gehört.

Ansonsten ist er immer noch ein kleiner Schussel, dem öfter der Becher umkippt, der Türpfosten übersieht oder über die eigenen Beine stolpert.
Dafür liebt er es zu klettern. Auf den Stuhl, die Couch, das Bett. Auf kleine Hügel draußen, auf das Klettergerüst oder die Sitzbänke. Es muss grundsätzlich über Stock und Stein gelatscht werden und das meine ich wörtlich.
Irgendwann erleide ich einen Herzinfarkt, lasse ihn aber dennoch meistens machen.

ALLGEMEINES VERSTÄNDNIS
Es muss sich in den letzten Tagen/Wochen etwas in seinem Kopf abgespielt haben. Vielleicht wieder einer dieser ominösen Sprünge. Denn er versteht einige Dinge viel besser.
Zum einen sagt er dem Papa morgens Tschüss wenn er auf Arbeit geht. Oder er sagt ihm Abends gute Nacht, wenn es in’s Bett geht.

Oft sitzt er mit mir auf der Couch und streichelt minutenlang meinen Bauch. „Baby läft“ (Baby schläft) oder „Baby apasse“ (Baby aufpassen) sind Standard“sätze“. Er ist dann total vertieft und konzentriert.

Er weiß mittlerweile dass ich nicht SOFORT springe, wenn er mit dem Essen fertig ist und wartet (mal mehr, mal weniger) geduldig bis ich ihn aus seinem Stuhl hole.

Wenn es nach draußen geht, lässt er sich die Schuhe, Jacke und Mütze in Ruhe anziehen. Wird dann allerdings quengelig, wenn es nicht sofort vor die Tür geht.

Beim Schmusen auf der Couch wünscht er sich oft, dass ich singe. Aber beileibe nicht jedes Lied! Stimme ich das falsche an, kommt sofort ein herzhaftes „Neeeiiiin“.

Auf der Toilette hat er nach wie vor Spaß, es kommt sogar manchmal vor dass er „Pipi Lette“ sagt und in Richtung Badezimmer marschiert. Das sind allerdings Ausnahmen und bis er angekommen ist, hat er schon zig mal in die Windel gemacht. Aber wir sind auf einem guten, zwanglosen, Weg.

DIE SPRACHE
Schon immer war ich der Meinung dass der Kleine recht fix neue Worte lernt und sie alsbald auch deutlich aussprechen kann, aber nun hat er mich selber sehr überrascht. Lange Zeit hat er nicht versucht seinen Namen zu sagen, dann kam plötzlich „Mimon“, daraus wurde schnell „Bibom“, allerdings nicht lange, mittlerweile sagt er klar und deutlich „Simon“. Ganz ehrlich? Das finde ich irgendwie schade, weil ich Bibom immer so süß fand.

Es passiert auch immer öfter dass er mich mit „Mama Chrissy“ anspricht. Ebenso sagt er oft „Papa aibe“ (Papa arbeit). Er zählt Omas und Opas auf und plappert sowieso unglaublich viel nach. 
Es gibt natürlich Worte die ihm schwer fallen. ZB.:
Elefant – „Iiieeefant“ oder „Etant“
Toilette – „Lette“
Arbeit – „Aibe“
Blume – „Bume“
Fahrrad – „Rarad“
Schiene – „Niene“

Dann gibt es wieder Worte die ihm ganz leicht von den Lippen gehen. ZB.:
Bäume
Häuser
Messer
Ballons
Flugzeug

Es ist erstaunlich zu hören womit er seine Probleme hat und was leicht geht. Ein Muster kann ich da nicht erkennen.

Größe: ca 88cm
Gewicht: ca 12kg
Lieblingsessen: Toast mit Nutella, Bananen, Nudeln.
Lieblingsspielzeug: Kleine Autos, Eisenbahn, Stock und Steine.

Sonnige Grüße.

Tomatensuppe mit Kartoffeln

Letzte Woche hatte ich Appetit auf eine Tomatensuppe. Als diese fertig war, dachte ich mir dass Kartoffeln sicherlich gut dazu passen würden und zack war ein neues Rezept geboren.

Zutaten (2 Erwachsene + ein Kind):
8 – 10 Kartoffeln
1 Zwiebel
1 EL Tomatenmark
200g Kirschtomaten
500g passierte Tomaten
500ml (Gemüse)brühe
250ml Sahne
Salz
Pfeffer
Oregano
Knoblauch
Zitronensaft

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Zum kochen bringen. Die Kartoffeln etwa zehn Minuten kochen lassen.

Die Zwiebel ebenfalls in kleine Würfel schneiden und mit etwas Öl in einem großen Topf anschwitzen.
Die passierten Tomaten mit einer Prise Zucker zugeben und verrühren. Sobald alles aufkocht, die Brühe dazu geben.
Die Kirschtomaten halbieren (oder vierteln) und zur Suppe geben.
Die Sahne dazu mischen und alles etwa zehn Minuten köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Zitronensaft und Oregano abschmecken.
Man kann alles noch pürieren, aber das spare ich mir.

Ein paar Kartoffeln auf den Teller geben und die Suppe drüber gießen.

Guten Appetit!

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Tomatensuppe mit Kartoffeln.

Sonnige Grüße.