Wochenende in Bildern – Ostern im Bayerischen Wald (25.03. – 28.03.16)

Wir sind von Freitag bis Montag mit den Schwiegereltern und Schwiegergroßeltern in den Bayerischen Wald gefahren. Dort verbrachten wir ein wirklich schönes und vor allem ruhiges verlängertes Wochenende.

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Das Hotelzimmer war hübsch eingerichtet und bot genug Platz für uns drei (vier). Ein kleiner Balkon sorgte für eine schöne Aussicht.

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Am Samstag machten wir einen Ausflug in die Glashütte nach Arnbruck. Dort erfreuten wir uns an dem schönen Garten und der Glaskunst.

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Anschließend fuhren wir zum Höllensteinsee. Während die Schwiegereltern und Großeltern in ein Café gingen, blieben mein Mann und ich bei Simon, der fünf Minuten vor Ankunft eingeschlafen war.

Am Abend kamen wir wieder im Hotel an und genoßen das leckere Abendessen. Salat, gefüllte Kartoffeltaschen auf Gemüsebett, Eis. *nomnom*

Sonntag wurden wir mit leckeren Hasen am Frühstückstisch begrüßt. Außerdem haben wir uns gegenseitig noch unsere Osterleckereien geschenkt.

Nachdem Frühstück fuhren wir in den Wald um etwas zu wandern. Dort angekommen, begrüßte uns gleich der Schnee.

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Mein Spaziergang war nach einigen Metern schon wieder vorbei, da ich merkte dass mein Bauch das nicht mitmacht. Also setzten sich Schwiegervati, die Großeltern, Simon und ich an eine kleine Hütte. Der Kleine schlief gleich ein und auch der Schwiegeropi hielt ein Nickerchen.

Nachdem mein Mann und meine Schwiegermutter wieder zurück waren, setzten wir unsere Sonntagsaktivität weiter fort und kamen in einem kleinen Park raus. Nach Kaffee und Kuchen, erfreuten sich Papa und Simon am Spielplatz. Etwas abseits gab es dann noch ein Gehege mit Ziegen.

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Wir gingen eine Weile spazieren, ehe wir zurück zum Hotel fuhren.
Da mein Mann nie genug vom Wandern und der Natur bekommt, schnappte er sich den Kleinen und drehte noch eine weitere Runde.
Ich ging derweil wieder auf’s Zimmer und gönnte dem Baby und mir etwas Ruhe. Nebst Knabbereien, trainierte ich mein Hirn mit etwas Sudoku. (Man kommt ja auf die wildesten Ideen, wenn man kein Internet hat ;p.)

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Gegen 18:30 Uhr machte ich mich fertig für das Abendbrot und prompt kamen meine beiden Lieblinge von ihrer Wanderung zurück.
Zum Essen gab es leckere Gemüsesuppe, Salat, Kartoffel-Gemüse-Puffer und natürlich wieder Eis. *nomnom*

Der Montag war für uns der Abreisetag. Wir genoßen noch ein leckeres Frühstück, ehe wir den Koffer packten und uns nebenbei Gedanken machten, wo wir noch hinfahren wollen.

Zunächst besichtigten alle eine Ruine, während ich im Auto wartete. Danach wurde ewig diskutiert, was man als nächstes machen kann.

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Wir fuhren zu einem kleinen Dorf, aßen in einem Restaurant und machten uns dann auf den Weg zurück.

Alles in allem war es wirklich schön im Bayerischen Wald, allerdings konnte ich oftmals nicht viel machen, außer rumsitzen.

Sonnige Grüße.

Der Vorfall im Tiergarten

Letzten Samstag waren wir im Nürnberger Tiergarten. Dort wurde mein Mann in eine Situation gebracht, die mich bis jetzt sprachlos macht. 

Wir drei haben uns das Tropenhaus angeschaut und beim rausgehen eine kleine Hängebrücke für Kinder entdeckt. Auf dieser Brücke stand ein Kind, welches offensichtlich Spaß hatte. Stephan wollte mit Simon auch dorthin.
Die Mutter des Kindes stand etwas abseits und rief ihm etwa dreimal zu „Komm endlich weiter, wir wollen noch zu die Ziegen.“ Das Kind wollte aber noch unbedingt auf dieser Brücke bleiben. Ebenfalls mit dabei waren noch die Oma des Kleinen und entweder der Vater oder Onkel (oder beides?).
Die Oma hat zu dem Jungen gesagt dass es noch einmal drüber laufen darf. Er blieb aber in der Mitte stehen und bewegte sich nicht weiter. Die Mutter brüllte nun sichtlich genervt „Komm endlich weiter, wir wollen noch zu die Delphine! SONST KOMM ICH DICH HOLEN!!!“
Stephan und Simon standen mittlerweile vor der Brücke und warteten. Ich ging derweil den Weg, etwas weiter unten, mit dem Kinderwagen entlang. Die Oma und der Vater (Onkel?) gingen ein paar Meter vor mir.

Nachdem die Mutter noch zweimal drohte „Ich hole dich gleich!! Der Junge (Simon) will auch mal“, ging sie schließlich zu ihrem Sohn und schnappte sich ihn am Handgelenk. Als die beiden an Simon fast vorbei waren, hat das Kind dreimal hintereinander meinem Sohn ins Gesicht gehauen. Er hat ihn jetzt nicht grün und blau geprügelt und es scheint auch nicht wehgetan zu haben, denn Simon weinte nicht. Dennoch gehört sich sowas nicht.
Die Mutter, die es eindeutig gesehen hat, sagte nichts. Mein Mann hat die Hand des Jungen zur Seite geschoben und ihm ruhig gesagt, dass man das nicht macht.
Was dann passierte, hat mich aus den Socken gehauen. Die Mutter brüllte los „FASSEN SIE MEIN KIND NICHT AN, SONST KLATSCHT ES GLEICH RICHTIG!!!“ Im ersten Moment dachte ich noch, sie würde mit ihrem Sohn schimpfen, bis ich begriffen habe, dass die 1,60 Meter kleine Frau meinem 2 Meter großen Mann Schläge angedroht hat. Ich stand wie angewurzelt da, während Stephan (die Ruhe selbst) ihr sagte, dass sie ihrem Kind ja mal sagen könne dass man nicht haut. „HAB ICH’S IHM ERLAUBT? NEIN! KEIN GRUND MEIN KIND ANZUFASSEN.“
Sie schnappte sich den Jungen, während der Vater (Onkel?) von unten rief „Ey, was hat der gemacht?“ Die Oma versuchte noch Ruhe zu vermitteln, da rief die Mutter zurück „DER HAT MEIN  KIND ANGEFASST!!! ICH GLAUB ICH SPINNE.“
Ja, das glaube ich auch.

Sie zogen von dannen (wahrscheinlich zu die Delphine und zu die Ziegen) und Simon konnte über die Brücke laufen.

Stephan fragte mich, wie ich reagiert hätte. Und ganz ehrlich? Keine Ahnung. Vermutlich ähnlich.
Es ging mir dabei nicht mal um das Hauen an sich, sondern um die nicht vorhandene Reaktion der Mutter. Normalerweise kenne ich es so, dass man dem Kind erklärt wieso man nicht haut und dass man sich dann entschuldigt.

Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr in unserer Situation gewesen wärt?

Sonnige Grüße.

Wandern in Casares

Nach unserer Besichtigung von Sevilla und der längeren Autofahrt nach Estepona, sollte es für uns wieder in die Natur gehen. Wir schauten in den Wanderführer und fanden eine nette kleine Beschreibung zu einem Weg von Casares über die Berge. Der Abschnitt „Abstieg auf schmalen, steilen Pfad“ machte mich zwar etwas stutzig, aber ich willigte dennoch ein. Für drei Stunden war der Wanderweg angegeben. Perfekt also für uns.

Wir packten unseren Rucksack mit Wasser, Sandwiches, Obst und Knoppers und fuhren los. Hey! Da waren ja wieder meine Lieblings-Serpentinen!
In Casares angekommen, ließen wir das Auto stehen, schnallten uns die Trage und den Rucksack um und los ging es.

Gleich zu Beginn kam ein leichter Anstieg, der mühelos zu laufen war. Die Straße war so breit, dass selbst Autos vorbeifuhren. Schon nach einigen Metern hatte man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und die Stadt. Das Wetter war herrlich und genau richtig zum Wandern.

Die Wanderung beginnt.

Den Kleinen ließen wir bis zu unserer ersten Rast in der Trage.
Auf einer kleinen Bank machten wir es uns gemütlich und Simon konnte sich die Beine vertreten.

Er wollte auch gar nicht mehr zurück in die Trage, sondern tippelte fröhlich mit uns mit. Ihn störte es nicht im Geringsten dass es immer weiter nach oben ging. Er hatte nur Augen für die umliegenden Steine.
Die Aussicht wurde immer schöner. Mittlerweile konnte man die ganze Stadt von oben sehen. Die Sonne strahlte, am Himmel gab es wunderschöne Wattebausch-Wolken, im Hintergrund hörte man immer wieder einen Hund bellen und das läuten von Glocken, welche einige der Schafe trugen.

Auch der weitere Weg bot reichlich Abwechslung. Entweder man hatte große Bäume rechts und links, kleinere und größere Anwesen, Kakteen, oder Tiere mümmelten sich durch das Gras.
Bis auf das ein oder andere Auto, haben wir allerdings keine anderen Wanderer getroffen.
Als sich der Weg teilte, machten wir nochmals eine kurze Rast und schauten auf unseren Wanderführer. Simon knabberte derweil genüsslich an Sesamstangen und genoß das schöne Wetter sichtlich. Langsam bemerkten wir allerdings seine Müdigkeit. Aber er wollte unbedingt noch weiter laufen.

Mutti braucht eine Pause.

Auch Simon macht es sich gemütlich. Der Mann versucht derweil auf den Baum zu klettern.

Wir gingen weiter und ein letztes Mal ging es noch ein Stückchen nach oben. Dann hatten wir den höchsten Punkt erreicht und konnten uns an dem herrlichen Ausblick erfreuen. Casares sah nun winzig klein aus und zwischen den Bäumen sah man etwas von unserem gelaufenen Weg.

Wir kamen wieder zu einer Gabelung, wussten nun aber wie es weiterging. Durch eine Schranke durch, konnten uns nun keine Autos mehr folgen.
Der weitere Weg führte durch eine kleine Forststraße. Es wurde etwas mühseliger mit dem Laufen, da viele Äste im Weg lagen.
Der Kleine wurde auch immer müder und so kam er vorerst zurück in die Trage. Es dauerte nicht allzu lange, da schlief er ein und wir konnten etwas zügiger machen.
Wir hatten die drei Stunden mittlerweile erreicht, waren aber erst bei etwa 7km von insgesamt 11.

Für die weitere Route lasse ich einfach mal die Bilder sprechen:

Ich versteh ALLES! Oder so ähnlich…

Wir kamen wieder an einer Gabelung an und Simon wurde langsam wach. Etwa 300 Meter vom eigentlichen Wanderweg, verlief noch ein kleiner Pfad, der eine wunderschöne Aussicht versprach. Wir gingen auch dort entlang und staunten nicht schlecht als plötzlich eine Infotafel über Geier am Wegesrand stand. Und tatsächlich sahen wir drei, vier der Vögel auf dem Berg sitzen.
Der Kleine wollte raus, doch die versprochene Aussicht war noch einige Meter höher gelegen. So nahmen wir ihn aus der Trage und Stephan machte sich alleine weiter auf den Weg, während Simon und ich es uns gemütlich machten und mit Steinen und Stöcken spielten.
Nach ein paar Augenblicken war mein Mann auch schon wieder da und wir gingen wieder zurück zum eigentlichen Weg.

Wer findet den Geier/die Geier?

Es ging einige Meter bergab und der Abstieg begann. Wir sahen noch eine kleine Hütte mit Bänken, an der wir unsere letzte, große Pause machten.
Wir ließen uns die Sandwiches schmecken und genoßen dabei die Ruhe.
Für den weiteren Weg entschieden wir uns Simon wieder in seine Trage zu setzen.
Mittlerweile waren wir bei gut vier Stunden Wanderung angekommen.

Dann begann der richtige Abstieg und mir wurde klar was mit „lang, schmal und steil“ gemeint war. Als kleine Anmerkung im Reiseführer stand noch dass man trotz des anspruchsvollen Abstiegs, die Aussicht immer wieder genießen sollte.
Das taten wir am Anfang auch noch. Casares sah man immer noch in einiger Entfernung und das Meer dahinter ließ einen Träumen. Auch den Fels von Gibraltar erkannte man und sogar eine Aussicht auf Afrika war möglich.

Simon wurde etwas unruhig. Vielleicht merkte er dass der Abstieg uns anstrengte. Ich ging vor um Stephan (der den Kleinen in der Trage hatte) immer mal wider zu helfen. Wir sangen „Das Nil vom Krokodil“ – „Auf der Mauer, auf der Lauer“ und andere Lieder, die Simon wieder in eine bessere Stimmung versetze.
Dann und wann musste man kurz innehalten und sich gründlich überlegen wo und wie man seinen Fuß als nächstes setzt. Manchmal war es nicht anders möglich, als sich auf den Hosenboden zu hocken und auf allen Vieren langsam vorwärts zu machen.
Zunächst fand ich das alles noch recht amüsant und hatte das Gefühl wir kämen gut voran, aber der Abstieg nahm kein Ende.
Als dann auch noch eine kleine Passage mit steilem Abhang direkt neben dem Weg kam, fing ich an leise vor mich herzufluchen. „Wieso müssen wir immer solche Wege laufen?“ – „Und Wer kommt überhaupt auf die dämliche Idee sowas als Wanderweg auszugeben?“ – „Warum sitzen wir nicht gemütlich in einer Bar?“ Stephan lachte sich hinter mir kaputt „Das macht doch Spaß!“ betonte er immer wieder.

Irgendwo dort sind wir runtergeklettert.

Nach einer halben Ewigkeit sah man endlich eine ordentliche Straße, allerdings führte unser Weg noch lange nicht dorthin.
Hinter einem Zaun kauten einige Ziegen genüsslich am Gras, während ich mir wünschte endlich wieder auf einem gescheiten Weg zu laufen.
Es dauerte noch einige Meter, doch dann kam endlich die Abzweigung! Ich atmete tief durch war froh wieder befestigten Boden unter meinen Füßen zu haben. Keine Abhänge, keine merkwürdigen Passagen, keine Sträucher an denen man sich die Finger piekte.
Simon konnte wieder aus der Trage und wir tippelten fröhlich den letzten Kilometer zum Auto.

Nach insgesamt fünf Stunden kamen wir bei Fred (also dem Auto) an. Juhu geschafft!

Aber dann gab es ja noch die Rückfahrt über die Berge…
Wobei diese mir nun etwas weniger ausmachten.
In der Wohnung angekommen, aßen wir noch die restlichen Nudeln mit Tomatensoße vom Vortag und ich erfreute mich an einem kühlen Bier!

Sonnige Grüße!