Die zweite Schwangerschaft – Ein ewiges hin und her

Mittlerweile befinde ich mich in der 16. Woche, sprich im vierten Monat und somit zweiten Trimester. Die Tage an denen es mir richtig schlecht geht, werden weniger sind aber noch nicht ganz vorbei. Wenn ich davon spreche dass es mir gut geht, bin ich am nächsten Tag meistens platt.
Es sind häufig Kleinigkeiten. Mal ist es der Kreislauf, dann wieder ein schmerzendes Ziehen im Bauch. Die Müdigkeit hat sich eingependelt und ist nicht mehr so extrem. Ich merke auch, dass ich wieder konzentrierter bin.

ESSGEWOHNHEITEN
In der ersten Schwangerschaft hatte ich in der ersten Zeit nicht so viel Appetit auf das Frühstück. Das hat sich aber recht schnell gelegt. Es gab keine komischen Gelüste und auch keine Heißhungerattacken.

Nun ist es so dass ich oft Hunger auf herzhaftes habe. Pommes, Kartoffelsalat (Salat allgemein), Reibekuchen, Chips usw. Am liebsten alles mit Mayo (außer die Chips 😉 ). Aber Mayo darf man in der Schwangerschaft nicht essen.
Manchmal gebe ich dem nach und haue mir eben Kartoffelpuffer in die Pfanne oder esse am Abend ein paar Flips.
Salat mache ich fast zu jedem Gericht. Meistens einen ganz einfachen mit Gurke und Tomaten. Manchmal auch mit geriebenen Möhren. *nomnom*

Schokolade wollte ich lange Zeit gar nicht. Kein Eis, keine Nuss-Nougat-Schoki oder sonstiges. Jetzt esse ich hin und wieder ein kleines Stück.

Richtige „Attacken“ bekomme ich aber nicht. Ich habe zwar mal Appetit auf bestimmte Sachen, aber wenn ich sie gerade nicht da habe, ist es auch nicht so schlimm.

KÖRPERGEFÜHL
Auch hier ist es ein ewiges hin und her. Mal fühle ich mich wohl, mal nicht. Mein Gewicht hat sich bisher nicht groß geändert (+ 1kg in etwa) und dennoch fühle ich mich manchmal wie eine Flanschkuh.
Schon länger trage ich die Schwangerschaftsklamotten aus der ersten Schwangerschaft, aber sie sind mir noch um einiges zu groß. Dadurch wirke ich natürlich auch dicker. Allerdings weigere ich mich neue Sachen zu kaufen.
Der Bauch nimmt langsam an Umfang zu und je nachdem was ich trage, sieht man eindeutig dass ich schwanger bin.

Meine Haut hat sich etwas gebessert, wobei auch hier ein hin und her zu verzeichnen ist. Das liegt aber auch zum Großteil am Essen. Sobald ich fettiges esse, sieht meine Haut gleich schlechter aus.
Der Besuch beim Friseur und die damit verbundene neue Frisur, haben meinen Haaren offenbar sehr gut getan. Es kam ein ganzes Stück ab und nun wirken sie gleich gesünder. Sie fetten nicht mehr ganz so schnell und durch den Tipp meiner Cousine, Trockenshampoo zu verwenden, läuft alles entspannter.

Alles in allem bin ich momentan zufrieden und stolz auf den wachsenden Bauch.

DAS SAGT DIE ÄRZTIN
Ich war am Mittwoch wieder bei der üblichen Untersuchung. Es wurde auch ein weiterer Ultraschall gemacht (auf eigene Kosten). Das Baby ist so entwickelt wie man es in der 16. Woche erwartet und strampelt fleißig herum.
Das Geschlecht konnte (leider) nicht festgestellt werden, da es quasi auf dem Bauch lag und uns seinen Hintern entgegen streckte. 😉
Die Hauptsache ist aber dass es dem Baby gut geht und auch bei mir sind alle Werte in Ordnung.

Es ist jedes mal wieder ein unglaublich tolles Gefühl das Baby zu sehen und auf dem Ultraschall das Herz schlagen zu sehen!

Ich habe nun auch die „offizielle Erlaubnis“ bekommen, dass ich Simon ruhig tragen kann. Am besten er klettert irgendwo hoch und ich kann ihn dann in die Arme nehmen.
Das beruhigt mich ungemein, weil ich ja einige Bedenken hatte.

WAS MACHT DER GROßE BRUDER?
Schon immer mochte Simon es meinen Bauch zu streicheln. Auch vor der Schwangerschaft.
Jetzt macht er es noch öfter und sagt immer „Bauch. Baby.“ ganz oft gibt er dem Bauch auch einen Kuss oder kuschelt einfach damit.
Ich weiß nicht ob er wirklich versteht was da vor sich geht, aber er verhält sich einfach total niedlich.

Schaut er sich Babyfotos an, dann freut er sich immer. Ich bin guter Dinge dass er ein toller großer Bruder wird!

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Wie geht es denn meinen Mit-Schwangeren?

Sonnige Grüße.

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Die zweite Schwangerschaft – Ein Baby ist zu erkennen

Ich kann nun endlich sagen dass es mir wesentlich besser geht. Die Beschwerden vom Anfang sind seit der letzten Woche fast vollends verschwunden.
Ich habe wieder Lust zu kochen, draußen zu sein, meine Müdigkeit hält sich in Grenzen. Einzig meine Haut und meine Haare machen mich fertig. Unrein, fettig und irgendwie sieht alles ungesund, ja fast sogar ungepflegt, aus. Mein Kreislaufproblem ist zwar noch nicht ganz behoben, aber auch da ist Besserung in Sicht.

Ich war in den letzten Wochen einmal bei der Hebamme und einmal bei der Ärztin. Ich kann nur sagen dass ich mich in der Praxis sehr wohl fühle und alle unglaublich nett sind. Es ist ein großer Unterschied zur alten Praxis. Das spiegelt sich auch in meinen Werten wieder; In der ersten Schwangerschaft hatte ich immer einen viel zu hohen Blutdruck. Zuhause nie. In der Praxis war immer alles hektisch, der Blutdruck wurde zwischen Tür und Angel mit einem (gefühlten) 5 Euro Messgerät geprüft.
Und nun? 120/70. Supi! Ich war selber total erstaunt darüber, aber hier nehmen sich Helferin und Hebamme viel Zeit und lassen einen erstmal zur Ruhe kommen.

Wenn ich zur Hebamme gehe, dann kann ich Simon mitnehmen. Das ist toll. Er findet es dort spannend und die gute Frau erklärt ihm was sie mit mir macht. Wie das Blutdruck messen funktioniert und weshalb sie mir Blut abnimmt. Richtig klasse.
Wiegen konnten sie mich bisher nicht, da die Waage nicht funktionieren mag. Deshalb mache ich das einmal in der Woche daheim und bisher habe ich 2kg abgenommen. Ja richtig gelesen, abgenommen. Das ist aber nicht weiter dramatisch und wirkt sich auch nicht auf das Baby aus. Ich habe einfach nur kaum genascht und allgemein nur das nötigste gegessen in den letzten Wochen. Jetzt wo es mir besser geht, pendelt sich das sicher wieder ein.

Bei dem Ultraschall Anfang der Woche war alles supi. „Da ist das Baby. Es hat zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf. Das Herz schlägt.“ stellte die Ärztin fest. Es zappelte fleißig umher und drehte sich auch gerne mal weg. Dennoch haben wir ein süßes Foto bekommen. Es sieht nun nicht mehr wie ein Flugsaurier, sondern schon eher wie ein Baby aus, wenn auch noch etwas knubbelig.
Die Vermessung hat ergeben dass alles so entwickelt ist, wie es in der 11. Woche sein sollte. Somit wurde auch nicht der errechnete Termin (12.09.) korrigiert, sondern beibehalten.

Das Geschlecht kann man in dieser Woche noch nicht eindeutig feststellen. Deshalb warten wir (un)geduldig den nächsten Ultraschall (der in etwa 8-10 Wochen wäre) ab und harren der Dinge die kommen mögen.

Ich freue mich tierisch dass es dem kleinen Wesen gut geht und ich auch endlich wieder mehr Elan habe. 🙂

Sonnige Grüße.

Die zweite Schwangerschaft – Die ersten Wochen

Ich bin zum zweiten mal schwanger! Jipi! Ein Grund zur Freude. Sollte man zumindest meinen. Allerdings ging es mir in den letzten Wochen nicht ganz so gut. Doch vorab einige andere Dinge und Fakten;

– Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von diesem Post befinde ich mich in der neunten Woche.
– Schon vor drei Wochen habe ich einen Test gemacht, der positiv war.
– Generell warte ich auf das Ergebnis von meiner Ärztin. Ich muss das Baby (oder diesen kleinen süßen Fleck) zuerst auf dem Ultraschall sehen, bevor ich es jemanden erzähle. (Außer meinen Mann natürlich, er hatte eh schon viel länger den Verdacht der Schwangerschaft. Witzig.)
– Als ich vor über einen Monat irgendwann zum Abendbrot eine Tasse Milch trank, fragte Stephan schon ob ich schwanger bin.
– Mein Apfelkonsum hat sich (wie schon in der ersten Schwangerschaft) erheblich gesteigert.
– In Spanien überkam mich an einem Tag eine furchtbare Übelkeit. Jetzt haben wir wohl den Grund gefunden.
Witzigerweise ging es meinem Mann einen Tag später auch schlecht.
– Ich habe kaum Appetit auf Süßigkeiten. Außer Käsekuchen, der geht immer. 😉
– Ja, die Schwangerschaft ist gewollt.
– Nein, wir wünschen uns nicht zwingend ein Mädchen „damit wir beides haben“.
– Ich habe Alkohol getrunken, als ich noch nichts von der Schwangerschaft wusste.

Letzteres ärgert mich tierisch. Ich trinke unfassbar selten Alkohol, hatte an Silvester aber Lust auf Whisky-Cola. Ich trank „nur“ zwei Gläser. Wenig Whisky, viel Cola. Hätte ich da schon den Verdacht gehabt, hätte ich es natürlich nicht getan!
In meiner ersten Schwangerschaft trank ich ebenfalls zwei Glas Hugo. Simon ist gesund und munter. Zum Glück!
Von Alkohol und Fritz Kola werden nun die Pfoten gelassen. Eine „normale“ Cola gönne ich mir höchstens wenn wir mal essen gehen.

Die letzten drei, vier Wochen waren wirklich hart. Ich habe zwar nicht ganz so stark mit Übelkeit zu kämpfen, wie es bei der ersten Schwangerschaft der Fall war, aber dafür bin ich dauernd müde, schlapp, antriebslos, genervt, lustlos und kaputt.
Gerade in dieser Zeit gab/gibt es viele Termine. Morgens um 7 Uhr und Abends um 18:30 Uhr ruft die Fahrschule. Mindestens 2x die Woche. Das schlaucht. Und wie gefährlich es ist, müde zu fahren, habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen (macht das bloß nicht!!).
Zwischen den Terminen haben wir dann noch den Alltag. Simon versteht natürlich nicht was mit mir los ist. Er möchte essen, spielen, in die Krabbelgruppe, spazieren gehen, Bücher anschauen und und und. Und was möchte ich? Schlafen! Ruhe!
So quäle ich mich meistens durch den Tag, versuche dennoch nicht auf Fertigprodukte zurückzugreifen und gesund zu kochen, auch wenn das aufwändiger ist.
Ich zwinge mich, wenigstens ein paar Minuten vor die Tür zu gehen und versuche Abends bei der Theorie nicht einzuschlafen.

Ich habe großes Glück dass Stephan in letzter Zeit früh von der Arbeit kommt. Er spielt mit dem Kleinen, nimmt ihn zum einkaufen mit und kümmert sich um die Wäsche. So kann ich ein paar Minuten am Tag ausspannen.
Wenn Simon Mittagsschlaf macht, lege ich mich meistens dazu. Manchmal nur für eine halbe Stunde, aber es hilft ungemein!
Dennoch merke ich, wie schwer es mir fällt mich aufzuraffen. Ich mag mich auch gar nicht im Spiegel anschauen. Furchtbar was mir da entgegen springt.

Auch das Gefühl der Schwangerschaft ist noch gar nicht richtig vorhanden. Zwar habe ich meine Schwangerschaftshosen wieder ausgepackt, habe aber noch gar kein Gramm zugenommen.
Ebenso schaue ich mir oft das Ultraschallbild an. Freue mich, muss aber ständig über den „Flugsaurier“ lachen. Es sieht eben noch nicht aus wie ein Baby.

Im Moment bin ich so mit mir selber und Simon beschäftigt, dass ich tatsächlich manchmal vergesse, was da in meinem Bauch los ist.
Ja, ich bin noch am Anfang. Und ja, wenn der Bauch wächst, spätestens wenn ich Tritte spüre, fühle ich auch anders. Dennoch mache ich mir irgendwie Gedanken darüber, dass ich dem Baby jetzt schon zu wenig Aufmerksamkeit schenke. Ich mir vielleicht doch zuwenig Auszeit nehme. Es ist komisch.

Ich hoffe inständig dass das bald vorbei ist, denn ich kann mich zur Zeit selber nicht leiden.

Und doch freue ich mich natürlich über die Schwangerschaft. Allerdings kann ich sie (noch) nicht richtig genießen.

Sonnige Grüße.